Becher-Anerkennung für

Prof. Dr. Michael Anton
Didaktik der Chemie, LMU München

Auszug aus der Festschrift:

„Die Chemie und der `Innere Wohlstand´ des Menschen!“

Zusammenfassung: Die traditionelle Begründung für die mannigfache Bedeutung der Chemie als Wissenschaft und als Wirtschaft, wonach doch "Alles Chemie" sei, hat nie richtig überzeugt. Sie hält auch am Beginn des neuen Jahrtausends den Ansprüchen an die Bildungsinhalte nicht Stand. Die Ursachen für eine genauere Auseinandersetzung mit Chemie als Schulfach, als Weltsicht, als Wirtschaftsfaktor und als Bestandteil einer naturwissenschaftlichen Grundbildung sind weitaus differenzierter und tiefgründiger. Im vorliegenden Text wird versucht, ihnen auf die Spur zu kommen, sie zu charakterisieren und in ihrer Vernetztheit darzulegen. Dabei wird u.a. klar, daß ein strukturiertes Bild von der Wissenschaft der Stoffartänderungen wesentlich zum `Inneren Wohlstand´ des heutigen Menschen beizutragen vermag.

Inhaltsverzeichnis:

1. Prolog

2. Wie stellen sich die Chemie, der Chemieunterricht, die chemische Forschung und die Chemieindustrie in unserem Alltag dar? Worauf beruhen die von ihnen ausgelösten Faszinationen und Befürchtungen. Mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen und welche Chancen für die Problemlösung sollten wahrgenommen werden?

  • Grundbedürfnisse der Menschen

  • Das Chemische

  • Spezialismus

  • Vernetzung und Orientierung

  • Die „Schere“

  • Antididaktik und Agnotology

  • Experte und Laie

  • Wissenschaft und Technik

  • Staunen und Fragen

  • Unsicherheit

  • Alltagskompetenz

  • Einstellungen

  • Vorkenntnisse, Grundwissen und Bildungsstandards

  • Schule

  • Kreisläufe

  • Fragliche Selbstverständlichkeit

  • Aufklärung.

3. Unter welchen Bedingungen erhält sich die ursprünglich so ungetrübte Begeisterung und Neugier für Chemie? Was kann das Schulfach „Chemie“ in allen denkbaren Facetten (Heimat- und Sachunterricht in der Grundschule, „Physik-Chemie-Biologie“ in der Hauptschule, Natur und Technik in der Unterstufe des Gymnasiums, als Vorrückungs- oder Kernfach und als Kursfach in der Oberstufe) zur Entwicklung einer ernst zu nehmenden chemisch-naturwissenschaftlichen Grundbildung beitragen?

  • Fragen, Vermuten und Überprüfen

  • Bildungsarbeit

  • Fächer – Disziplinen – Domänen

  • Erziehungsarbeit

  • Wachstum chemischer Kompetenz.

4. Wann erkennt ein interessiertes Kind, daß die phänomenologisch erlebbaren Stoffe physikalisch, chemisch und biologisch oder geologisch betrachtet werden können? Wodurch wird klar, daß Fächer, besonders Schulfächer ein brauchbares Ordnungssystem darstellen und helfen, die Erkenntnisse nicht nur in einer zeitlich zufälligen Abfolge, sondern systematisch und nach ausgewählten Kriterien zu sammeln und zu gliedern?

  • Beziehungen und Ordnung

  • Lehrpläne und die „vier Wissenssysteme“ des Lehrers

  • Beschreibungen und Definitionen

  • Bruchlosigkeit

  • Strukturierungen

  • Phänomen und Abstraktion

  • Experimentieren.

5. Wie kann es langfristig zur Auflösung des Widerspruchs kommen, daß unsere zivilisierte Welt einerseits nicht nur Technik in allen Lebensbereichen vielseitig und unbefangen anwendet, diese zu Spitzenleistungen weiterentwickelt und jedermann davon profitiert? Warum stehen andererseits dennoch die meisten Menschen den technischen Errungenschaften und insbesondere vielen ihrer Folgen argwöhnisch bis sehr kritisch gegenüber?

  • Der Weg durch das Fach hindurch

  • Chemielehrer und Chemiker

  • Chemie im Alltag und Chemie im Unterricht

  • Innovative Inhalte

  • Öffentlichkeit

  • Wissenschaftsjournalismus

  • Kulturwerkzeuge

  • Kulturelle Dialogfähigkeit.

6. Wann bemerkt der interessierte Schüler und Laie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Natur- und Geisteswissenschaften? Mit welchen Hilfen gelingt es ihm, in einen Dialog zu treten, der eine Gesamtschau auf die Welt zuläßt? Welche Rolle spielt für diese Ziele die gesellschaftliche Akzeptanz speziell der Chemie als Wissenschaft, als Sichtweise der Welt der Stoffumwandlungen und als Industrie?

  • Chemische Fachsprache

  • Wissenschaft: Disziplinen aus Forschung und Lehre

  • Weltbild und Transdisziplinarität

  • Chemische Industrie und Lehrerverbände

  • Betriebserkundung

  • Außerschulische Lerngelegenheiten

  • „Bildungskette“.

7. Wie kann es gelingen, das „bessere Wissen“ über Chemieunterricht, Öffentlichkeitsarbeit von Forschung und Industrie in der Praxis wirksam werden zu lassen?

  • Lehr(begabten)förderung

  • Paradigmenwechsel

  • Bottom-up-Strategie und Demokratie

  • „Ideenbörse“

  • „Zehnerkarte“.

 

 

 
 

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